Denke

Vernetzt denken – vielseitig helfen!

Beeinträchtigungen haben meist eine Vielzahl von interaktiven Ursachen. Beispielsweise werden körperliche Phänomene, die durch die ganz individuelle Art des Einzelnen, Sinneseindrücke zu verarbeiten, bestimmt.  Dadurch stehen sie auch in unmittelbarem Zusammenhang mit dessen seelischem Erleben – seinem Denken, Fühlen. Diese Zusammenhänge finden meist unsichtbar statt und lassen sich nur aus dem Verhalten und Berichten mehr oder weniger plausibel erschließen.

Ein Beispiel:

Ein betroffener Mensch wird die Auswirkungen eines demenziellen Prozesses (körperliches Phänomen) als massiv belastend erleben, weil er einerseits seine gewohnte Leistungsfähigkeit und damit seinen Selbstwert verliert (unsichtbares Denken, Fühlen) – und andererseits von seiner Umwelt immer weniger verstanden wird, was ihn stetig isoliert. Dass er aus diesem Erleben (unsichtbares Denken, Fühlen) heraus mitunter ungeduldig (v.a. mit sich selbst/ Angst!) bis aggressiv (Verhalten) werden kann, ist nachvollziehbar. Zudem wirken sich solche Enttäuschungserlebnisse  wiederum ungünstig auf seine Krankheit aus (körperliches Phänomen).

Vernetzt Denken und vielseitig helfen heißt deshalb, die Zusammenhänge zu verbinden und Möglichkeiten zu finden, Krankheitsbild und Verhalten zu verstehen. Dadurch wird eine angemessene Behandlung – die sich weder lediglich auf das körperliche Phänomen, noch nur auf das sichtbare Verhalten stützt – möglich.

Erst VERSTEHEN ermöglicht HELFEN!