Ergotherapie für Kinder

Vor allem eine Sache der Selbstwahrnehmung

Kinder kommen mit verschiedenen Problemstellungen zur Ergotherapie. Die ganz Kleinen benötigen vielfach Frühförderung bei Entwicklungsverzögerungen. Im Schul und Vorschulalter werden Kinder dann oftmals auffällig durch

  • Bewegungsunlust oder -unruhe
  • Klassenkaspereien und/ oder Außenseiterstellungen
  • Gleichgewichts-/ Koordinationsprobleme und Tollpatschigkeit
  • Probleme in der Grob- oder Feinmotorik
  • generelle Schulprobleme
  • psychische Probleme – resultierend aus geringem oder übersteigertem Selbstwertgefühl
  • Soziale Probleme (Kontaktschwäche, unangemessener Sozialumgang)

Als Hauptursache zeigt sich meist eine nicht ausreichend entwickelte Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes. Hier können Entwicklungsverzögerungen sowohl in der Wahrnehmungsaufnahme, als auch in der Wahrnehmungsverarbeitung liegen. Beides sind notwendige Voraussetzungen für ein realistisches Selbstbild sowie angemessenes Verhalten im sozialen Raum und die stets darauf fußende altersgerechte Weiterentwicklung des Kindes.

Das sensorische Fundament – der ursprünglichste Wahrnehmungsbereich – auf dem alle Entwicklung aufbaut, ist die Körperwahrnehmung, die während der Geburt und den ersten Lebensmonaten entwickelt wird. Hier können sich verschiedenste Einflüsse bremsend auswirken. Ist die Körperwahrnehmung dann erst gestört, können sich auch alle anderen Wahrnehmungsbereiche nicht adäquat entwickeln und Verzögerungen ziehen sich in alle Lebensbereiche.

Gibt man dem Kind die Möglichkeit, sich bewusst mit seinem Körper auseinander zu setzen, leitet man einen Prozess ein, der meist schnelle Veränderungen bewirkt.

Unsere ergotherapeutischen Angebote setzen deshalb vor allem darauf, das Kind sich selbst und seinen Körper im Handeln bewusst zu erleben. Zum Einsatz kommen deshalb meist sportliche, handwerkliche oder hauswirtschaftliche Aktivitäten, die auch ganz leicht ins Familienleben integriert werden können. Dies erfordert natürlich auch eine intensive Aufklärung und Mitarbeit der Eltern, die wir in den Prozess regelmäßig einbeziehen.