Therapeutisches Werken

Kommunikation aufbauen

Ob es an Defiziten in der Selbst-/ Körperwahrnehmung, Lähmungserscheinungen oder Beeinträchtigungen durch demenzielle Prozesse liegt – stets geht es um Kommunikationsprozesse zur Heilung, Linderung oder Stabilisierung. Dort, wo rein sprachlich-kognitive Zugänge ……(hören, verstehen, handeln) nicht ausreichen oder beeinträchtigt sind, müssen andere Wege im interpersonellen Austausch gefunden werden.

Solche liegen in der (Selbst-)Beobachtung oder dem bewußten Handeln. Letzteres ist mittels handwerklicher Ansätze herstellbar.

Gute Erfahrungen haben wir vor allem mit therapeutischem Töpfern. Aber auch das Arbeiten mit Holz (Schnitzen, Sägen, Schleifen, usw.) oder auch das Schrauben an Komponenten aus der Fahrzeugtechnik (Motorradvergaser) stellen nutzbare und gerne eingesetzte Medien dar, die sowohl optische Fähigkeiten, als auch taktile Fertigkeiten beanspruchen.

Die Dynamik von Informationsabgabe und -aufnahme braucht dabei nicht mittels sprachlichem Ausdruck – z.B. Frage und Antwort – erfolgen, sondern kann ganz einfach per Anleitung und Umsetzung realisiert werden. Auf diese Weise kann ein nonverbaler Brückenschlag hergestellt werden, aus dem der Patient sowohl soziale Selbststeuerungsfertigkeiten, als auch Handlungskompetenzen erfährt und die eigene Wirksamkeit erlebt.

Anfänglicher Stress der Patienten, die gewohnt sind, durch ihre Beeinträchtigung in die (kognitive) Überlastung und Inkompetenz zu geraten, löst sich in diesem handlungsorientierten Prozess in der Regel schnell. Hierdurch ergeben sich für den Patienten Möglichkeiten der Entwicklung neuer Formen des sozialen Austauschs sowie eines positiven Selbsterlebens.